Die häufigsten Verhaltensauffälligkeiten beim Hund:

Übersteigertes Putzverhalten, Aggressivität, Angst, Rolling Skin Syndrome, Phobien,

Hyperaktivität, Unsauberkeit, Harnspritzen/Harnmarkieren, Dyssozialisation,

ungewöhnliche Trink- / Fressverhalten, beißen, Trennungsangst, Bewegungsstereotypien,

erhebliche Lautäußerungen, Zerstörung von Gegenständen.

 

Kausalfaktoren für Verhaltensauffälligkeiten:

Genetische Prädisposition, mangelnde Sozialisation / Prägung, angstauslösende Ereignisse,

aversive Erfahrungen, konditionierende Effekte, unzureichende Haltungsbedingungen,

Veränderungen im Umfeld, unbeabsichtigte Förderung durch den Halter,

pathophysiologische Faktoren,

unmittelbare kausale Stimuli ( erregende, auslösende, verstärkende, hemmende Reize ).

 

Hunde müssen klar erkennen, wo ihr Platz im Rudel ist, nämlich in der Hierarchie ganz unten. Dies muss

ihnen klar, konsequent und liebevoll bei gebracht werden. Für Hunde ist diese Rangstellung kein Problem.

Sie wissen, wo ihr Platz ist, sie wissen dann, an wem sie sich orientieren können. Hunde, die ihren Platz in einem Rudel noch nicht gefunden haben, werden unsicher. Diese Unsicherheit verleitet sie dazu, zu versuchen die Rudelführung zu übernehmen.

In einem Rudel nur mit Hunden wäre dies auch kein Problem. In einem Rudel mit Menschen scheitern die Hunde aber schnell, da es Kommunikationsschwierigkeiten gibt.

Der Hund versucht mit Hilfe verschiedener ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, sein menschliches Rudel zu disziplinieren und merkt aber schnell, dass er nicht zum Erfolg kommt. Dies verunsichert ihn enorm, setzt viele Stresshormone frei.

 

     Der Hund orientiert sich an Mimik, Gestik an uns Menschen, oft verwenden wir Blicke, Tonlagen, die den Hund z.B. verunsichern und bei ihm auch ein entsprechendes Verhalten auslösen. Um eine Veränderung herbeizuführen muss der Halter, die Ausführperson sein Verhalten ändern.